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Jungschar-Radaktion "Tour de Großbottwar"
Nachdem es am Freitag so schwer gewittert, gestürmt und geregnet hatte, waren wir Leiter schon am Samstag Morgen am überlegen. Sollten wir die Aktion verschieben, abändern oder ganz absagen? Wir entschieden uns schließlich dazu das Zelt schonmal aufzubauen und kurz vor der Abfahrt je nach Wetteraussicht zu entscheiden. Wenn es bei der Abfahrt nicht regnen würde, wollten wir es durchziehen.
Und es regnete nicht! Im Gegenteil, mit jedem Kilometer den wir zurücklegten kam die Sonne noch ein Stückchen mehr heraus. Und auch während des restlichen Wochenendes konnten wir die schützende und segnende Hand unseres Herrn immer über uns wissen.
Gleich nach der ersten "neutralisierten" Steigung wurde das Tempo im Feld verschärft. Bergab sausten die ersten Kilometer nur so unter unseren Rädern durch, und so erreichten wir das Verpflegungsauto zum ersten Zwischenstop viel früher als erwartet. Sogar so früh, das Simon noch gar nicht bereit war und das Zielfoto komplett verschlief. Sieger war wohl einer der Philipps vor Holger und Daniel.
Da die Sonne in der Zwischenzeit nochmal zugelegt hatte, wurden die Regenjacken und langen Pullover eilig im Begleitfahrzeug verstaut, noch schnell die Trinkflaschen aufgefüllt, eine Banane eingeworfen – und schon gings weiter.
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Die zweite Etappe begann gleich mit einer kleinen Bergwertung. Die Punkte teilten sich Martin und die beiden Philipps – für Jungschärler war an diesem Anstieg nichts zu holen. Es folgte ein längeres Flachstück, das in der geschlossenen Gruppe bewältigt wurde. Im Windschatten der sich ablösenden Spitzenfahrer kamen wir sehr flott voran und hatten schon mehr als die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht, bevor die zweite Verpflegungsstation in Sicht kam. Den Massensprint zum Etappenziel konnte Lothi hauchdünn vor Chrissie und Stefan für sich entscheiden, er hatte schlau die gesamte Straßenbreite ausgenützt. Hendrik hatte sich inzwischen auch an sein Ersatzrad gewöhnt und rollte locker mit dem Hauptfeld ins Ziel. Wieder konnten die Flaschen aufgefüllt und kurz verschnauft werden, jeder schob noch schnell einen Müsliriegel ein, denn der nächste Streckenabschnitt sollte es in sich haben.
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Zuerst ging es noch über ebenes Gelände, dann sorgten einige kurze Anstiege für die ersten Lücken im Peloton. Auf dem folgenden Flachstück fanden aber alle wieder Anschluss und so ging es gemeinsam in den Schlussanstieg. Martin sah seine letzte Chance auf einen Etappensieg in dieser Bergankunft und fuhr sofort auf Angriff. Der Plan, eine große Lücke zu reißen schien zunächst aufzugehen, doch die Abstände blieben kleiner als erwartet. Am Verpflegungsfahrzeug kam der letzte Fahrer keine zwei Minuten nach dem Sieger an.
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Die Königsetappe war dann besonders wegen dem schlechten Untergrund am Schlussanstieg weniger umkämpft. Schnell fiel das Feld auseinander und jeder kämpfte für sich selbst mit der Schaltung, dem Berg, seinem Laktat, und den ausgewaschenen Feldwegen. Besonders Markus, Marco und auch Steffi mussten hier die letzten Reserven lassen, kämpften aber bravourös bis ins Ziel. Erster im Camp war Philipp, der sich damit für den nächsten Tag das gelbe Trikot überstreifen konnte.
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Da Zelt und Klohäuschen bereits standen konnte sich jeder schonmal einrichten und dann hatte Simon auch schon das Abendessen auf dem Grill. Mit vollen Backen wurde über die zurückliegenden 52 Kilometer diskutiert.
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Als es langsam Dunkel wurde war es schließlich Zeit für die Schnitzeljagd. Das Ziel war mitten im Örtle, wo Lothi noch alle zu einer Tüte Eis einlud. Lecker!
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Wieder am Zeltplatz angekommen war es natürlich noch viel zu früh um ins Bett zu gehen, also musste eine Runde "Räuber und Gendarm" her. Danach wurden noch einige Lieder gesungen, und mit der Andacht war es schnell nach Zwölfe, so das wir auch gleich Chrissie zu seinem Geburtstag gratulieren konnten. Schließlich siegte dann aber doch die Müdigkeit und wir wickelten uns nacheinander in die Schlafsäcke.
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Auch am nächsten Morgen strahlte uns die Sonne gleich beim Frühstück an und so bestand kein Zweifel dass es mit dem geplanten Freibadbesuch klappen würde.
Die 10 km brachten wir schnell hinter uns, und dann konnte auch schon die Riesenrutsche intensiv getestet werden. Später gab es noch ein Vesper vor Ort, und nachdem inzwischen die Zelte abgebaut waren konnte es mit den Rädern weiter nach Marbach gehen.
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Von dort aus liessen wir uns von der S-Bahn bis nach Rutesheim bringen, für einige eine willkommene Gelegenheit nochmal eine Mütze Schlaf nachzuholen. Das war auch dringend nötig, denn gleich an der Zielstation Silberberg eröffneten Hendrik und unser Geburtstagskind sofort wieder das Rennen. Lothi und Philipp konnten noch mitspringen, der Rest ging schon mit Rückstand in den Anstieg. Doch die Steigung war lang und das Feld wurde nochmal tüchtig durcheinandergewürfelt bis zur Bergwertung. Auch diese machten die Leiter jedoch unter sich aus, von den Jungschärlern konnte lediglich Stefan mithalten und sicherte sich noch die letzten Punkte. Jetzt war das schwerste Stück aber geschafft und die restlichen 12 km bis nach Weissach stellten für niemanden mehr ein Problem dar.
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Alles in allem war es eine sehr gelungene Aktion, besonders dank unseres Herrn, der einfach alle Umstände perfekt für uns gestaltet hat.
Hut ab auch vor allen 12 Teilnehmern, die über die ganzen 86 km dabei waren!
Eure Durchschnittsgeschwindigkeit von über 20 km/h (mit Pausen) ist aller Ehren wert.
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