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Wanted!
So stand es auf den Plakaten zu lesen, die in einem kleinen, überhaupt nicht verschlafenen Wildweststädtchen nahe Eisingen an allen Wänden hingen.
Doch wer wurde hier gesucht und warum?
Die Vorgeschichte: einige erfahrene Cowboys sattelten am frühen Morgen des 28.Juli ihre Pferde, hängten den vollbeladenen Planwagen an und machten sich auf den Weg gen Westen. Bei Eisingen stießen sie auf ein Häusle und waren vom Gelände drumherum so angetan, dass sie beschlossen sich dort niederzulassen. Und sie errichteten ein Camp, um den nachkommenden Greenhorns (Grünschnäbel) die Ankunft im Wilden Westen zu erleichtern. So entstand eine kleine Zeltstadt und die Greenhorns bereiteten sofort nach ihrer Ankunft ihre Lager.
Um in dieser Wildnis und für das harte Leben als Cowboy gewappnet zu sein, mussten die Greenhorns zuallererst einmal all die wichtigen Sachen lernen, die einen Cowboy auszeichnen. Sei es das Reiten auf wilden Mustangs, das Pokern mit dem Wurfmesser, eine schnelle Reaktion oder das lässige, zielgenaue (Kirschkern-) Spucken. Nicht zu vergessen das richtige Anschleichen und natürlich ein ausdrucksstarker Squaredance.

Nach bestandenen Prüfungen wartete schon die erste Herausforderung: der müde McMartin brauchte Hilfe! Er hatte einen Schatz im Acker gefunden, aber der Acker gehörte nicht ihm. Also zogen die jungen Cowboys los, um beim Weinbauern den Acker zu kaufen. Dies gelang nach erfolgreichem Silberschmuggeln über die mexikanische Grenze auch und der Schatz konnte gehoben werden.
Doch kein Gold fand sich in der Schatztruhe. Nein, ein uraltes Gesuch lag in der Kiste.

Wanted! – Gott sucht Typen wie Dich! stand dort geschrieben. Was sollte das heißen? Das sollte sich in den kommenden Tagen zeigen ...
Am nächsten Morgen beschlossen die Bewohner des Camps eine Stadt zu bauen. Erst konnten sie miterleben wie Lucky Lutz sein Erbe verjubelt hatte und trotzdem von seinem Vater mit offenen Armen empfangen wurde. Dann fingen sie an mit einfachsten Arbeiten Rohstoffe zu sammeln, um beim fahrenden Händler Baustoffe zur Errichtung ihrer Ranches kaufen zu können. Selbst Wind und Wetter konnten nicht verhindern, dass die neugegründete Stadt „Wanted City“ eine Kirche und einen Saloon bekam. Am Abend wurde dann noch die geistige Fitness getestet und es galt den Kunstschützen Lightning Max beim Ziehen zu übertreffen.
Nach einer ruhigen Nacht trafen die jungen Cowboys wieder Lucky Lutz, diesmal auf dem Weg in die nächste Stadt. Doch da überfielen ihn böse Räuber und er lag blutend im Staub. Weder ein Einheimischer noch ein Wanderprediger kamen ihm zur Hilfe. Erst ein Mexikaner, der des Weges kam, verband seine Wunden und nahm ihn mit in die nächste Stadt. Dorthin gingen dann auch die Bewohner von Wanted City. Sie versuchten die Stadt und bekannte Persönlichkeiten besser kennen zu lernen und boten ihre Hilfe an.

Nachdem nun die Stadt errichtet und die Umgebung erkundet war, konnte es auch weiter in die Ferne gehen. Man wollte das Meer sehen und musste dazu einen mehrtägigen Fußmarsch auf sich nehmen. Doch der Wagen mit der Kiste voller wichtiger Habseligkeiten hatte mitten im Wald die Kiste verloren und in drei Gruppen machte man sich auf die Suche. Gute Fährtenleser und schnelle Beine fanden die Kiste schnell und das Gepäck wurde verteilt. So ausgestattet zog man in den bewährten kleinen Gruppen weiter Richtung Meer und suchte eine Lagerstatt für die Nacht. Ob ummalt vom Donnern der vorbeiziehenden Büffelherden oder vor der Schneckenplage geschützt auf Strohballen – jeder fand seinen Schlaf.
Auf dem Weg ans Meer kamen sie in eine große Stadt. Leider wurde nach kurzer Zeit klar, dass das Meer eher etwas kleiner ist und der Pioniergeist der Cowboys hier nichts mehr ausrichten kann. Da man schon mal da war, nahm jeder ein ausgiebiges Bad. Durch die Schwerkraft in einer Rinne oder im freien Fall beschleunigt, wurde auch der Rest des Drecks abgerieben. Im Ausgleich für die verlorene dunkle Hautfärbung legten sich viele der Cowboys eine rote zu, die ihnen wohl bei Spionageaufträgen im Indianergebiet helfen sollte. Dann machte man auf feurigen Rossen auf den Heimweg, um sich wieder der Heimat zu widmen.
In der Kirche von Wanted City ereignete sich dann eine Szene, die vielen im Gedächtnis geblieben ist: „Western von gestern“, die allseits beliebte Infosendung, wusste von dem beliebten Billy zu berichten, der selbstherrlich Gott dafür dankte wie toll er ist, während Little Lul bescheiden seine Sünde bekannte. Das war Anlass sich über das Gebet zu unterhalten. Weniger um’s Gebet als um einen pfiffigen Sheriff ging es dann abends bei den bewegten Bildern.
Des mittwochs musste „Western von gestern“ eine traurige Meldung machen: die Pächter, die Boss Hoss keine Abgabe zahlen wollten haben seinen Sohn getötet. Darum wurde der Tag ruhiger angegangen und man widmete sich seinen Hobbys, ob nun die Erkundung im Wald, das Handwerk oder auch der Seilkunst.

Leider beschlossen am Abend einige Bürger der Stadt den Rest zu bestehlen und eine lange Verfolgungsjagd war nötig um die Abtrünnigen zu fangen. Sie wurden aber wieder aufgenommen und konnten so am nächsten Morgen bei „Western von gestern“ miterleben wie ungerecht Cowboys sein können. Trotz dessen, dass Johnny Cash seinem Pächter eine riesige Schuld erlassen hatte, ging der in den Saloon und konnte nur mit Mühe zurückgehalten werden seinen Nachbar wegen eines Sackes Weizen zu verprügeln und verhaften zu lassen.
Am Mittag sollte dann das große Fest mit dem alljährlichen Highlight, dem Fußballspiel zwischen den gestandenen Cowboys und den Greenhorns, eingeläutet werden. Da mittlerweile aber alle gestandene Cowboys waren wurde gemischt und es entwickelte sich trotzdem ein heißer Kampf. Und schon wurde es Zeit die Festtagskleidung herauszuholen. Im Saloon und drumherum konnte man mit Glück und Geschick sein Geld bei Spiel und Bar vermehren oder eben doch verringern, bevor zum Abschluss des Festes sich Teams fanden, die im großen Wettstreit mit Köpfchen, Ausdauer, Stimmgewalt und Kraft herausfanden, wer sich selbst am besten einschätzen kann. Und alle versprachen dem Sohn von Big Hoss zum großen Festmahl am nächsten Tag zu kommen.
Doch leider kam jedem etwas dazwischen und Big Hoss ärgerte sich sehr. Drum ließ er alle Leute von den Straßen, aus den Gräben zum Festmahl holen.
Jetzt war bereits eine ganze, ereignisreiche Woche vorbei, da kam die Kunde: besorgte Verwandte wollen die ehemaligen Greenhorns wieder nach Hause holen! Schweren Herzens brachen die Cowboys daraufhin ihre Lager ab und hielten ihre letzte Versammlung ab.
Sie verabschiedeten auch einen der erfahrenen Cowboys mit lobenden Worten und versprachen sich in der Heimat regelmäßig zu treffen um ihr Können nicht einrosten zu lassen.
Doch das Wichtigste ist ja: wo auch immer die Cowboys unterwegs sind, ist GOTT bei ihnen und bei uns und wir danken ihm für ein super Lager, sein Wort, das wir hören durften und seinen Sohn, der für uns gestorben und auferstanden ist und dem „Western von gestern“ sein Programm verdankt!

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